Der Walnuss-Baum

Wissenswertes

Die Walnuss (Juglans regia) kommt aus sehr mildem Klima wie z.B. aus Griechenland. Als Kulturpflanzen werden Sie schon seit mehr als 1.000 Jahren angebaut. Nur der deutsche Nusskatalog beinhaltet rund 100 verschiedene Sorten.

Das Nussbaumholz gilt als eines der wertvollsten Edelhölzer und hat auch für unsere Forstwirte eine große Bedeutung. Aus Nussbaum gefertigte Möbel sind begehrt aber sehr teuer daher wird das edle Holz meist zu Furnier verarbeitet. Aus Blättern und Schalen wurde früher Nussbeize gemacht um damit anderen Hölzern eine dunklere, schön glänzende Oberfläche zu verleihen.

Stamm, Blätter und Frucht - so sieht´s aus:

Grundsätzlich kann ein Walnussbaum sehr alt (bis 600 Jahre), groß (bis 30 Meter hoch) und breit in der Krone (Radius bis zu 15 Metern) werden. Der Hauptstamm des Baums kann im Durchmesser sogar bis zu zwei Metern erreichen. Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Es gibt verschiedene Sorten, die sich für Hobbygärten durchaus eignen. Unterschätzen darf man den Nussbaum aber nicht, einen Kronendurchmesser von sieben bis acht Metern erreichen auch diese Sorten leicht. 

Der Baumstamm hat eine sehr hat zuerst eine glatte, silbergraue Rinde und wird erst mit zunehmendem Alter eine Borke mit tiefen Längsrissen. Seine starken Pfahlwurzeln geben ihm einen guten Stand. Der meist krumme Stamm teilt sich in geringer Höhe in etwa gleich starke Äste, die sich wie ausgebreitete Arme gen Himmel strecken und sich wiederum in viele kleinere Äste verzweigen.

Im Frühjahr bildet der Baum männliche Blüten in Form von Kätzchen aus, die weiblichen Blüten sind kugelförmig und eher unauffällig.

Die Blätter haben eine ovale Form und wachsen in Fiedergruppen. Im Spätsommer fühlen sich die Blätter an wie Leder und wer das Laub zwischen den Fingern reibt, bekommt einen würzigen Duft zu riechen.
Bis zum Herbst entstehen aus den Blüten die leckeren Walnüsse bei denen die Frucht in einer einer hellbraunen Schale steckt. Sie sind anfangs noch durch eine grüne äußere Schale geschützt, die aufplatzt, wenn die Nüsse reif sind.

Standort und Boden

Die Walnuss braucht einen sonnigen Standort, wenn möglich etwas windgeschützt. Der Boden sollt möglichst humusreich und tiefgründig locker sein, da der Baum eine senkrechte Pfahlwurzel ausbildet.

Pflanzung

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Walnuss in den Hausgarten zu holen, sollte genügend Platz einkalkulieren. Die Walnuss ist ein Alleinherrscher in Ihrem Bereich, denn unter dem Baum wächst kaum etwas. Über das Herbstlaub geben die Bäume den Wirkstoff Juglon ab, der das Wurzelwachstum anderer Pflanzen hemmt. Wenn sie also unter der Walnuss gerne noch etwas pflanzen möchten, haben Sie mit Bodendeckern wie z.B. Efeu am meisten Erfolg.

Die lichtdurchlässige Krone im Frühjahr wird im Sommer abgelöst von dichtem Laub und spendet so in der warmen Jahreszeit angenehmen Schatten. Ideal, um darunter einen Sitzplatz anzulegen – nicht zuletzt deshalb, weil man den Pflanzen nachsagt, mit den Inhaltsstoffen ihrer Blätter Mücken und andere lästige Insekten zu vertreiben.

Die beste Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr und der Herbst. Heben Sie einen ausreichend großes Pflanzloch aus (ca. doppelt so groß wie der Wurzelballen) und sichern Sie den jungen Nussbaum gleich mit einem Pfahl, damit er vom Wind nicht gelockert oder gar umgeweht werden kann. Geben Sie gerne auch gleich Hornspäne oder organischen Volldünger in das ausgehobene Pflanzloch, um das Wachstum der Wurzeln anzuregen. Der Wurzelhals sollte ungefähr mit der Erdoberfläche abschließen, setzen Sie das junge Bäumchen nicht zu tief in die Erde. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf, treten sie das Substrat gut fest und schwemmen Sie die Wurzeln gut ein.

Pflegetipps

Viel Pflege braucht eine Walnuss nicht. Jungbäume sollte man im Frühjahr mit rund zwei Liter Kompost pro Quadratmeter versorgen. Er wird im äußeren Kronenbereich verteilt, weil sich dort die meisten Feinwurzeln befinden. Bei Trockenheit sollte man Walnüsse gut wässern. Außerdem ist bei jungen Bäumen im Herbst ein Weißanstrich des Stammes wichtig. Er schützt die dünne glatte Rinde vor Frostrissen, die durch einseitige Erhitzung durch die Sonne im Winter entstehen können.

Befruchtung

Walnussbäume sind einhäusig (monozöisch) – das bedeutet, dass sich männliche und weibliche Blüten auf demselben Baum befinden. Für die Bestäubung sorgt hauptsächlich der Wind. Die Erträge sind generell höher, wenn zwei Bäume in unmittelbarer Nachbarschaft stehen, weil hier die Befruchtung besser ist.

Ernte

Walnussbäume beginnen ab einem Alter von ca. 10 Jahren Früchte zu tragen. Der Ertrag ist neben dem Alter vom Standort und von der Sorte abhängig und auch das Wetter spielt eine wichtige Rolle. Man sagt, dass gute Nussjahre auch gute Weinjahre sind. Es wird davon ausgegangen, dass auf ein gutes Jahr zwei mittlere Ernten und eine Missernte kommen.

(K)eine Geschmackssache!
Kaum eine Frucht die so wohlschmeckend, gesund und vielseitig ist

Die essbaren Nüsse enthalten zwischen 50 und 65 % hochwertige Öle, zwischen 18 und 25 Prozent Rohproteine, Vitamine und Mineralstoffe. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel.
Walnüsse haben von allen Nussfrüchten mit 7490 mg/100 g den höchsten Gehalt an Linolensäure (einer Omega-3-Fettsäure). Darüber hinaus sind sie reich an Tocopherolen, einer Gruppe von vier verschiedenen Vitamin-E-Formen. Dazu ist diese Frucht reich an Zink und Kalium, außerdem enthält sie Magnesium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Calcium und die Vitamine A, B1, B2, B3, C und Pantothensäure.

In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Nüsse eine vor Diabetes (Typ 2) schützende Wirkung besitzen. Auch zeigen neuere Untersuchungen, dass schon neun Walnüsse täglich oder ein Teelöffel Walnussöl den Körper vor zu hohem Blutdruck in Stresssituationen schützen können. In Kombination mit Leinöl sollen sich Walnüsse zudem auch positiv auf den Zustand der Blutgefäße auswirken. Darüber hinaus scheinen Walnüsse nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken, sondern auch Prostatakrebs zu bremsen.

Eine kleine Hand voll Nüsse pro Tag wirkt also wie eine Mini-Apotheke.

Außerdem schmeckt die Walnuss sehr aromatisch und wird, vom Kuchen bis zum Walnusseis oder in Aufstrichen, in vielen Speisen genutzt.

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